Aurisches Sehen

Aurisches Sehen, das Sehen der > Aura. Nach Gerda > Walther ist das A. S. verschieden vom physischen Sehen und auch bei Dunkelheit möglich, wobei sie sich bei dieser Behauptung auf eigene Erfahrungen stützt (Walther, 68f.). Gesehen wird nämlich nicht das optische Bild, sondern eine Art Atmosphäre, die innerseelische Färbung einer Persönlichkeit. Sie berichtet von einer Erfahrung: „Beim Betreten des vegetarischen Restaurants ,Freya‘ in München spürte ich einmal eine besonders schöne, intensive blaue Aura, die den ganzen Raum zu durchdringen schien. Ich suchte festzustellen, von wem sie ausging, und entdeckte nun erst einen mir völlig unbekannten Inder als die zu der Aura gehörige Person. Nach längerer Zeit ,sah‘ ich beim Betreten desselben Restaurants wieder diese Aura und suchte nun nach dem Inder, den ich dann auch entdeckte“ (Walther, 69).

Lit.: Walther, Gerda: Phänomenologie der Mystik. Olten: Walter, 1955; Zahlner, Ferdinand: Kleines - Lexikon der Paranormologie. Hg. v. A. Resch. Abensberg: Josef Kral, 1972.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1