Auripigment

Auripigment (lat. aurum pigmentum, Operment, auch Risigallum (eigentlich Realgar), in der Alchemie viel beachtetes Mineral, eine Arsen-Schwefel-Verbindung, die mitunter Spuren von Gold enthält, das bei entsprechender Erhitzung zurückbleibt. Die Alchemisten sahen darin eine Metallverwandlung. Plinius weist in seiner Naturgeschichte (L.XXXIII, cap. 22) darauf hin, dass unter Caligula mit Hilfe von A. Goldmacherei versucht worden sei.
In der Chemie wird A. als Farbstoff und als Teil eines Enthaarungsmittels verwendet.

Lit.: Lehmann, Alfred: Aberglaube und Zauberei: von den ältesten Zeiten an bis in die Gegenwart. Dominikus Petersen I [Bearb.]. 5. dt. Aufl., d. 4. Aufl. geg. unverändert. Bindlach: Gondrom, 1990; Schmieder, Karl Christoph: Geschichte der Alchemie. Hg. und mit einem Vorw. von Marco Frenschkowski. Neu gesetzte u. überarb. Ausg. nach der 1. Ausg. Halle, 1832. Wiesbaden: Marix-Verl, 2005.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1