Augenbinde

Augenbinde, Symbol des Nichtsehens: bei > Eros die durch die Liebe verursachte Blindheit, in der Synagoge die Verstocktheit und Verblendung Gott gegenüber; bei > Justitia das Richten ohne Ansehen der Person; bei > Fortuna die Willkür bei der Zuteilung des Glücks; beim Hinrichtungsopfer als Schutz für den Vollstrecker; bei den Magiern Vortäuschen von Blindheit zur Verstärkung des Eindrucks seiner Darbietungen; bei Experimenten zur Ausschaltung der Sinneswahrnehmung des Auges.

Lit.: Moser, Fanny: Das große Buch des Okkultismus: originalgetreue Wiedergabe des zweibändigen Werkes „Okkultismus – Täuschungen und Tatsachen“ / M. e. Geleitw. von Hans Bender. Olten; Freiburg i. Br.: Walter, 1974; Lenz, Siegfried: Die Augenbinde: Schauspiel. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1990.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1