Attar, Farid ad-Din

Attar, Farid ad-Din (um 1150 bis ca.1229), Mystiker (Sufi) und Dichter, geboren in Nishapur, Persien, gilt als einer der größten sufi-mystischen Dichter des Islam. Besonders berühmt wurde er durch sein Meisterwerk Mantiq at-Ta’ir (Sprache der Vögel) – eine lange Allegorie der Suche der Seele nach der göttlichen Wahrheit, die von Sure 38, 19 des Koran ausgeht. Alle Vögel folgen dem Wiedehopf und erreichen am Ende eine unsichtbare Vereinigung mit dem König. A. verfasste aber auch andere Werke, meist epische Gedichte, wie „Buch der Trauer“ oder „Göttliches Buch“.

Lit.: Ritter, Hellmut: Das Meer der Seele: Mensch, Welt u. Gott in d. Geschichten d. Fariduddin 'Attar. Leiden: Brill, 1978; Hübsch, Hadayatullah: Konferenz der Tiere: nach dem persischen Versepos Mantiq Ut-Tair von Farid ud-Din Attar aus dem 12. Jahrhundert. Stuttgart: Klett, 1987; Attar, Farid-ad-Din: Geschichten und Aphorismen des persischen Dichters und Mystikers Fariduddin Attar / übers. von Hellmut Ritter. Neu-Isenburg: Ed. Tiessen, 1995; Vogelgespräche und andere klassischen Texte.Vorgestellt von Annemarie Schimmel. München: C. H. Beck, 1999.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1