Atea

Atea, polynesischer Urgott. Nach dem Mythos der Maori (Polynesien) vom Werden des Lichtes stand am Anfang aller Dinge das Nichts (Te Kore). Aus ihm ging die kosmische Urnacht (Po) hervor, aus der das Fragen (Rapunga) entstand, das schließlich zur Entstehung der Gedanken führte. Das Anschwellen der Gedanken wurde zur Tatkraft (Hihiri), worauf die Form und das Wesen der Dinge und schließlich der Raum im Licht, Atea, der Urgott, entstanden. Dieser war zunächst noch geschlechtslos, spaltete sich dann in den Himmel (Rangi) und in die Erde (Papa). Der Gott Rangi und die Göttin Papa sind die Eltern aller Götter.
Nach dem tahitischen Mythos wurde A. zunächst als weibliche Gottheit von Tangaroa erschaffen.

Lit.: Frank, Thomas Sebastian: Mythen der Maori: Legenden von Neuseelands ersten Menschen, neu erzählt nach authentischen Quellen. Wien: Aarachne-Verl., 1996.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1