Ate

Ate (griech., „Unheil“), Verblendung, die ins Verderben führt, sowie das Verderben selbst. A. wird auch als griechische Unheilsgöttin personifiziert und als Tochter des > Zeus bezeichnet (Hom. Il. 9, 502ff.), die den Geist und das Gemüt des Menschen betört und ihn ins Unglück stürzt. Bei den griechischen Tragikern ist A. die Richterin böser Taten.

Lit.: Müller, G.: Der homerische Ate-Begriff und Solons Musenelemente, Navicula Chiloniensis: studia philologa Felici Jacoby Professori Chiloniensi emerito octogenario oblata. Leiden: Brill, 1956, 1–5; Gruber, Joachim: Über einige abstrakte Begriffe des frühen Griechischen. Meisenheim a. Glan: Hain, 1963, 56ff.; Stallmach, Josef: ATE: zur Frage des Selbst- und Weltverständnisses des frühgriechischen Menschen. Meisenheim am Glan: Hain, 1968

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1