> Astrolatrie - Lexikon der Paranormologie - IGW-Resch
LEXIKON DER PARANORMOLOGIE                                                  Index   A - Z
Band 1

Astrolatrie

Astrolatrie (griech. latreia, Götzendienst), Sternenkult. Der Sternenkult gehört zu den vornehmsten archaischen Kulten. Er bezog sich auf Sonne, Mond, Sterne, Planeten und Sternbilder. In frühester Zeit verehrten die Semiten die Sonne, und die Babylonier verehrten neben Sonne und Mond eine Reihe von Sternbildern. In > Ägypten identifizierte sich > Horus mit der Sonne und > Isis mit Sirius. Bei den Griechen finden sich die ersten astralen Vorstellungen des Universums bei den > Pythagoräern, bei > Platon und > Aristoteles, die den Sternen göttliche Eigenschaften zusprachen und die Ansicht vertraten, dass die Seele des Menschen stellaren Einflüssen ausgesetzt sei. Im Orient, in Indien und Japan wurde die Sonne verehrt. Das Christentum ersetzte den sol invictus (die unbesiegbare Sonne) durch Christus. In neuester Zeit nahm der Sonnenkult esoterische Züge an.

Lit.: Ruppert, Hans-Jürgen: Vom Sternenkult zum Computerhoroskop: weltanschauliche Deutungsansätze der Astrologie. Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen. Berlin: EZW, 1999; Schäfer, Thomas: Sternenkult und Astrologie: von den frühen Kulturen bis zum Mittelalter. Düsseldorf: Patmos, 2004.

 

Band 1


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Resch, Andreas: Lexikon der Paranormologie Band 1: A – Azurit-Malachit.
Innsbruck: Resch, 2007, XII, 580 S., ISBN 978-3-85382-081-0, Ln, EUR 38.30 [D], 39.90 [A]

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��Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch (Redemptorist)                                 
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