Astralwelt

Astralwelt, auch Astralebene oder Astralplan, engl. astral world, Begriff aus dem Vorstellungsbereich, dass die physische Welt von verschiedenen anderen Seinssphären umgeben ist. Die A. stellt darin die erste Sphäre dar, in die der > Astralleib während des Schlafes, in Trance oder auch durch bewusste > Astralprojektion reisen kann. Nach dem Tod des physischen Körpers geht der Astralleib zunächst in diese Sphäre ein und führt dort ein neues Leben. Diese Welt besteht aus subtiler Materie und ist der gewöhnlichen Sinneswahrnehmung nicht zugänglich. Sie ist die Welt der > Naturgeister, der > Elemente (Naturgeister der vier Elemente: Gnome, Sylphen, Undinen und Salamander), der > Elementare (Geister in Form von Menschen) und der niederen Engel.
Mit ihren seltsamen Landschaften und unnatürlichen geometrischen Verhältnissen und Bauten wird die A. vor allem in den Arbeiten von > Swedenborg, > Blake, > Crowley und > Castaneda beschrieben.
An die Ebene der A. schließt sich die > Kausalebene oder Mentalebene, die Welt des > Kausalkörpers an. Die Ursachen, Ideen und Prinzipien aller Dinge gehören dieser 3. Ebene an und werden von dort aus auf die A. projiziert. Die astralen Formen wirken ihrerseits auf die unterste Ebene ein, wo sie auf die physischen Formen Einfluss nehmen oder diese sogar erschaffen. Die A. stellt also eine Art Bindeglied zwischen den zwei Welten der Kausalität und der Materialität dar.
Da der Astralleib in der Literatur oft auch > Ätherleib genannt wird und nur gelegentlich als feiner von ihm unterschieden wird, ergibt sich notwendigerweise auch eine entsprechende Unschärfe bzw. Überschneidung bei Begriffen wie > Äther, > Äther-Region und Astralwelt. Grundsätzlich muss man davon ausgehen, dass in der heutigen esoterischen Literatur die verschiedensten Begriffsbildungen mit „astral“ geläufiger sind.

Lit.: Fodor, Nandor: Encyclopaedia of Psychic Science, U.S.: University Books Inc., 1966; Bonin, Werner F.: Lexikon der Parapsychologie und ihrer Grenzgebiete. Frankfurt a. M.: Fischer, 1981; Drury, Nevill: Lexikon des esoterischen Wissens. München: Droemer Knaur, 1988; Shepard, Leslie A. (Ed.): Encyclopedia of Occultism & Parapsychology. In Two Volumes. Detroit: Gale Research Inc., ³1991; Miers, Horst E.: Lexikon des Geheimwissens. München: Goldmann, 1993.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1