Astralgeist

Astralgeist, auch Sternenleib, > Astralleib oder siderischer Leib, von > Paracelsus benutzte Bezeichnung für den nicht intelligenten Geist der Materie. Jakob > Böhme spricht von „Tinkturgeist“, die > Seherin von Prevorst von „Nervengeist“, und in der Antike sprach man von „Lebensgeist“. Nach Paracelus durchwohnt der Astralgeist Mineral, Pflanze und Tier. Als solcher auch „Nachtgeist“ genannt, unterscheidet er sich vom göttlichen Geist ebenso wie vom > Evestrum, der von Paracelus mit > Trarames, dem finsteren oder Krankheitsgeist, in Verbindung gebracht wird. Die Philosophie dieses Astralgeistes ist die > Astronomia Magna oder die > Philosophia Sagax.
Der A. löst sich nach dem Tod eines Menschen in einem langsam fortschreitenden Prozess wieder in Luft auf, d. h. er geht wieder in das Element ein, aus dem er selbst entstanden ist.

Lit.: Eckartshausen, Karl von: Über die Zauberkräfte der Natur: über die wichtigsten Mysterien der Religion / Mit einer Einführung von Antoine Faivre. 2., überarb. u. erw. Aufl. Müllheim/Baden: Edition Ambra, 1997; Paracelsus: Astronomia magna oder die ganze Philosophia sagax der großen und kleinen Welt / Philippus Theophrastus Paracelsus. Hg., bearb. und mit einem Nachw. vers. von Norbert Winkler. Frankfurt/M. u. a.: Lang, 1999.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1