Asterismus

Asterismus (griech. aster, Stern). Einlagerungen bei Edelsteinen (Saphir, Tumalin, Granat) rufen durch Reflexion, Brechung und Beugung des einfallenden Lichts sog. Lichtfiguren hervor. Sind diese sternförmig, spricht man von A. Im Einzelnen ist die Rede von Sternsaphir (Saphirasterie) und Sternrubin (Sternasterie). Ist der Stern nicht vollständig ausgebildet, spricht man von Katzen- oder Falkenaugen. Den höchsten Wert hat das Chrysoberyll-Katzenauge, zumal wenn es honigfarben ist (indisches Katzenauge).
In der Magie gilt der Sternsaphir als mächtiger Schutz für Liebende. Der Sternrubin soll die Marseigenschaften Kraft und Unternehmungslust verstärken. Katzenaugen bringen Spielern angeblich Glück und heilen Brust- und Halsleiden.

Lit.: Postel, Guillaume: Signorum coelestium vera configuratio aut asterismus, stellarumve per suas imagines aut configurationes dispositio, ... sive coelum repurgatum, et apotelesmate summo determinatum. Parisiis: Gourmontius, 1553; Volger, G. H. Otto: Aragonit und Kalzit: eine Lösung des ältesten Widerspruches in der Krystallographie. Nebst Untersuchungen über den Asterismus der Krystalle. Zürich: Zürcher und Furrer, 1855; Haushofer, Karl: Ueber den Asterismus und die Brewsterschen Lichtfiguren am Calcit: ein Beitrag zur Physik der Krystalle. München: Rieger, 1865.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1