Asklepiaden

Asklepiaden (griech.), die Nachkommen des > Asklepios oder Aesculapus, die zum Teil den Peloponnes, zum Teil die Insel Kos bewohnten und ihre Kenntnisse in den medizinischen Wissenschaften als heiliges Geheimnis vom Vater auf den Sohn weitergaben. Sie verbanden sich in ihren Mysterien durch einen von Hippokrates aufbewahrten Schwur. Als sich der Orden später über die ganze bekannte Welt ausbreitete, wurden auch nicht zu ihrem Geschlecht Gehörige in die Geheimnisse eingeweiht, sofern man überhaupt von Nachkommen sprechen kann, zumal die historische Gestalt von Asklepios fraglich bleibt.

Lit.: Panofka, Theodor: Asklepios und die Asklepiaden. Berlin, 1847; Droste, Meike: Die Asklepiaden: Untersuchungen zur Ikonographie und Bedeutung. Aachen: Shaker, 2001.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1