Askalaphos

Askalaphos (griech.), Dämon der Unterwelt, Sohn des > Acheron und einer Nymphe, der Orphne vom Averner See (Ovid, Metamorphosen 5, 537ff.) oder der Gorgyra (Apollodoros, Bibliothek I/33, II/124, 126). Er verrät dem > Hades, dass Persephone die Kerne eines Granatapfels gegessen und damit ihre Chance auf eine Rückkehr an die Oberwelt verspielt hat, da diese aufgrund des Spruchs der > Moiren an die Bedingung geknüpft war, dass sie in der Unterwelt keine Speise zu sich genommen haben darf. > Demeter bestraft ihn, indem sie einen schweren Stein auf seine Brust wälzt. Als > Herakles in die Unterwelt kommt, hebt er den Stein weg, doch Demeter verwandelt A. daraufhin in eine Eule.

Lit.: Apollodor: Götter- und Heldensagen, hg. v. Paul Dräger. Düsseldorf: Artemis & Winkler, 2005; Ovid: Metamorphosen / übers. von Gerhard Fink. Düsseldorf: Patmos, 2005.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1