Arundel Castle

Arundel Castle, im mittelalterlichen Stil erbaute Burg in Sussex, England, die auf den Überresten einer Burg aus dem 12. Jh. und einer noch älteren errichtet worden sein soll, in heutiger Bausubstanz aber im Wesentlichen auf das 19. Jh. zurückgeht. Seit 1580 ist die Burg im Besitz der Familie Howard, der Dukes of Norfolk. A. C. hat den Ruf eines Spukschlosses, das von verschiedenen Geistern heimgesucht wird. Der bekannteste unter den Geistern ist der seit dem 17. Jh. beobachtete Blue Man, ein Kavalier in blauem Seidenanzug, der sich gewöhnlich in der Schlossbibliothek aufhält und den Eindruck erweckt, als suche er nach Informationen. Ein weiterer bekannter Geist auf A. C. ist der eines Küchenjungen. Dieser kitchen boy wütet seit über zwei Jahrhunderten in der Küche mit Töpfen und Tiegeln herum und soll zu seinen Lebzeiten sehr schlecht behandelt worden sein. Der dritte, oft im Mondschein am Hiorne Tower erscheinende Geist ist nicht eine > Weiße Frau, sondern ein Weißes Mädchen, das sich einst wegen einer unerwiderten Liebe von besagtem Turm gestürzt haben soll. Viertens gilt ein geisterhafter weißer Vogel als das spezielle Todeszeichen für die Bewohner von A. C., der zur Warnung gegen die Fenster der Burg fliegt, wenn ein Todesfall der Familie Howard bevorsteht, so etwa im Jahr 1917 vor dem Tod des Duke of Norfolk.

Lit.: Guiley, Rosemary: The Encyclopedia of Ghosts and Spirits. New York: Facts On File, 1992.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1