Arma Christi

Arma Christi, die Leidenswerkzeuge Christi – Kreuz, Geißel (flagellum), Nägel, Dornenkrone, Schwamm, Zange, Geißelsäule, Lanze, Kreuzinschrift, Hammer, Bohrer, drei Würfel, Strick, Brett mit 30 Silberlingen und Leichentuch – wurden im Mittelalter und im Barock als Hoheitszeichen Christi und Majestätssymbole verehrt. Gleichzeitig waren sie Gegenstand der Verehrung der Passion Christi.
Die Arma Christi werden vor allem in Rom in der Kirche S. Croce di Gerusalemme verehrt. 1353 führte Papst Innozenz VI. für Deutschland und Böhmen ein Fest „De armis Christi“ für den Freitag nach der Osteroktav ein, das 1735 als „Festum ss. lanceae et clavorum D.N.I.Chr. ex indulto in Germania” approbiert wurde. In diesem Zusammenhang werden Bildstöcke in Feld und Flur auch Marterl genannt, weil sie oft mit den Leidenswerkzeugen Christi geschmückt sind.

Lit.: Berliner, Rudolf: Arma Christi. München: Prestel Verlag, 1955; Arma-Christi-Feldkreuze im Westallgäu und in Oberschwaben: anlässl. e. Ausstellung von Feldkreuzen in Leutkirch, Frühjahr 1984 / Text u. Gestaltung Manfred Thierer u. Georg Zimmer. Leutkirch: M. Thierer, 1984

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1