Arkansprache

Arkansprache (lat. arcanum, geheim), nur für Eingeweihte verständliche Wortfolge oder Bildbedeutung. Die zur Mitteilung verwendeten Wörter oder Bilder orientieren sich an einer stringenten Ordnung und Bedeutungsfolge, die nur Eingeweihte kennen. Dabei können sowohl Wortfolge als auch Wortinhalt und Wortlaut, wie Bildfolge, Bildinhalt und Bildgestalt von besonderer Bedeutung sein. Dem Außenstehenden soll der Inhalt nicht nur verborgen bleiben, sondern er soll ihn neugierig stimmen und mit Achtung und Angst erfüllen. Im Grunde geht es um ein geheimes Spiel der Überlegenheit, aber auch des Schutzes und des  Zusammenhaltens der Eingeweihten, die an eine strenge Schweigepflicht, > Arkandisziplin, gebunden sind.
Die A. kann aber auch der rein persönlichen Sicherung und Verschleierung dienen und in diesem Sinne auch von Geheimdiensten und Kriminellen verwendet werden.

Lit.: Jung, C. G.: Mysterium Coniunctionis: Untersuchungen über die Trennung und Zusammensetzung der seelischen Gegensätze in der Alchemie. Gesammelte Werke 14/2. Zürich: Rascher, 1968; Jung, C. G.: Studien über alchemistische Vorstellungen. Gesammelte Werke 13; Solothurn; Düsseldorf: Walter, 1993; Simonis, Linda: Die Kunst des Geheimen: esoterische Kommunikation und ästhetische Darstellung im 18. Jahrhundert. Heidelberg: Winter, 2002.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1