Arkanschule

Arkanschule, 1923 von der Theosophin Alice > Bailey (1880–1949) in New York gegründete theosophische Schule für Männer und Frauen zur Selbstentwicklung der spirituellen Fähigkeiten durch Meditation. Ursprünglich sollte die Esoterische Schule der Theosophischen Gesellschaft „Arkanschule“ heißen. Helena > Blavatsky entnahm diesen Namen dem Buch des englischen Hochgradfreimaurers John Yarker, The Arcane Schools. Bailey griff die Idee auf. Der Unterricht erfolgte durch Fernbriefe, die von den Zentren in New York, London, Genf und Buenos Aires verschickt wurden. Schulleiter der Arkanschule in Genf war Gerhard Janssen, der gleichzeitig Generalsekretär der Universellen Freimaurerliga (UFL) war. So nennt sich die Arkanschule „magnetisches Zentrum“ der gesamten Freimaurerei und feiert u. a. folgende Festtage: Osterfest als Fest des lebenden, auferstandenen Christus, dem Haupt der spirituellen Hierarchie: Vollmond im Widder; Wesakfest: Fest des Buddha, dem spirituellen Mittler zwischen dem höchsten spirituellen Zentrum des Planeten (Shamballah) und der Hierarchie: Vollmond im Stier; Goodwillfest: Welt-Invokationstag, an dem sich alle Mitglieder der Großen Invokation bedienen sollen (eingeführt 1952): Vollmond im Sternbild der Zwillinge.

Lit.: Janssen, Gerhard: Die Arkanschule, Werte und Prinzipien der Esoterik. Genf, 1905; Yarker, John: The Arcane Schools; a Review of Their Origin and Antiquity; With a General History of Freemasonry, and Its Relation to the Theosophic, Scientific, and Philosophic Mysteries. Belfast: William Tait, 1909; Bailey, Alice: Die unvollendete Autobiographie [Übers. von Rudolf E. Stamm]. Genf: Lucis, 1975.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1