Arimasper

Arimasper, ein Volk einäugiger Wesen, denen > Herzog Ernst auf seiner Reise in das Heilige Land begegnete. Sie tragen das Auge mitten auf der Stirn und lebten nach Herodot in der Nachbarschaft der > Hyperboreer. Ihr Reich lag an einem Strom aus purem > Gold, weswegen sie auch in einem beständigem Krieg mit den > Greifen, einer Art wilder Vögel, standen, die das Gold mit außerordentlicher Gier in Gruben scharrten und bewahrten, welches ihnen die A. aber wieder raubten (Herodot 3.116; 4.13 und 27).
Im Gegensatz zu den > Kyklopen sind die A. menschlicher dargestellt und den Reisenden wohlgesinnt, wie Herzog Ernst in seiner mittelalterlichen Sage berichtet.

Lit.: Ringhandt, Esther: Das Herzog Ernst-Epos: Vergleich d. dt. Fassung A, B, D, F. Berlin, F. U., Phil. F., Diss. v. 6. Juni 1955; Herzog Ernst: Ein mittelalterl. Abenteuerbuch / In d. mhd. Fassg. B nach d. Ausg. v. Karl Bartsch mit d. Bruchstücken d. Fassg. A hrsg., übers., mit Anm. u. e. Nachw. vers. v. Bernhard Sowinski. Stuttgart: Reclam, 1970.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1