Argonautika

Argonautika, griechisches Epos des > Apollonios von Rhodos (295 – 215 v. Chr.), das die Sage von den > Argonauten aufgriff und zum ersten Mal seit der homerischen Zeit zu einem Großwerk des Hellenismus gestaltete. 300 Jahre später (ca. 70 n. Chr.) setzte der Römer Valerius Flaccus, der auch sonst relativ unbekannte Stoffe der Nachwelt überlieferte, das Thema in seinem lateinischen Epos Argonautica in klassisch-römisches Denken um. Das Epos wurde im Mittelalter und in der Renaissance viel beachtet.

Lit.: Hunger, Herbert:  Lexikon der griechischen und römischen Mythologie: mit Hinweisen auf das Fortwirken antiker Stoffe und Motive in der bildenden Kunst, Literatur und Musik des Abendlandes bis zur Gegenwart. 8., erw. Aufl. Wien: Verlag Brüder Hollinek, 1988; Apollonius <Rhodius>: Die Fahrt der Argonauten: griechisch/deutsch. Hrsg., übers. und kommentiert von Paul Dräger. Stuttgart: Reclam, 2002;  Valerius Flaccus Setinus Balbus, Gaius: Argonautica: lateinisch/deutsch = Die Sendung der Argonauten. Hrsg., übers. und kommentiert von Paul Dräger. Frankfurt/M. u. a.: Lang, 2003.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1