Aquamarin

Aquamarin (lat., Meerwasser), Edelstein aus der Familie der Berylle und der Mineralklasse der Ring-Silikate. Der A. trägt seinen Namen „Meerwasser“ seit der Renaissance, vorher wurde er als blauer oder grüner > Beryll bezeichnet. Er ist nicht nur ein begehrter Edel- und Schmuckstein, sondern auch einer der wichtigsten Heilsteine. Etymologisch gehört das Wort „Brille“ zu „Beryll“, was mit der traditionellen Anwendung des Steines bei Augenkrankheiten und Kurz- sowie Weitsichtigkeit übereinstimmt. Symbolisch steht der A. für geistige Klarheit, und auch Weitblick wie Voraussicht sind Qualitäten, die der A. im Menschen fördern kann. Als hexagonalem Mineral wird ihm die Fähigkeit zugeschrieben, im Menschen Disziplin, Ausdauer, Zielstrebigkeit und Durchhaltevermögen zu fördern. Der Stein soll außerdem bei Asthma und Allergien, vor allem Heuschnupfen, helfen, regulierend auf den Hormonhaushalt einwirken und das Immunsystem stärken.
Die Anwendung des Edelsteins, dessen grünliche oder bläuliche Farbe von der Zwei- oder Dreiwertigkeit des in ihm vorhandenen Eisens abhängt, geschieht am besten durch Auflegen auf die geschlossenen Augen vor dem Schlafengehen. Bei Heuschnupfen trägt man ihn schon vor Beginn des Pollenfluges die ganze Zeit über am Körper. Er soll auch das Kehlkopf-Chakra beeinflussen und entspannend wirken.
Pulverisiert und mit Wasser vermischt, wurde er gegen Blasen- und Nierenleiden verordnet.
In der > Astrologie entsprechen ihm der Planet Uranus, die Tierkreiszeichen Wassermann oder Waage und der Monat Oktober.

Lit.: Ruppenthal, A. (Hg.): Mythologie der Edelsteine. Idar-Oberstein / Georg-Weierbach: Prinz Druck GmbH & Co. KG, 1988; Roberts, Marc: Das neue Lexikon der Esoterik. München: Goldmann, 1995; Gienger, Michael: Lexikon der Heilsteine: von Achat bis Zoisit. Saarbrücken: Neue Erde, 42000.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1