Antonius von Aachen

Antonius von Aachen (1820 bis mind. 1872). Im Jahre 1872 berichtete J.-M. Curicque, ein Priester, in seinen Voix prophétiques (Prophetische Stimmen), die in Paris erschienen, von einem Einsiedler namens Antonius, der in der Gegend von Aachen lebte. Dieser soll die Sehergabe besessen und seine Prophezeiungen teils über seinen Bruder, teils über einen mit ihm befreundeten Priester unmittelbar an Curicque weitergeleitet haben.
Da über den Einsiedler sonst nichts bekannt ist, beziehen sich die folgenden Angaben ausschließlich auf Curicque. Nach seinen Ausführungen hat A. in den Jahren vor Ver öffentlichung seiner Prophezeiungen Ereignisse angekündigt, die genau in Erfüllung gingen – so die Vertreibung der Österreicher aus Italien (1859), die Errichtung der preußischen Vorherrschaft in Deutschland (1866), der deutsch-französische Krieg von 1870, die Einnahme Roms durch die Truppen des neu geeinten Italien (1870).
Im Jahre 1871 soll der Einsiedler dem schon erwähnten Priester weitere zukünftige Ereignisse mitgeteilt haben, die dieser wiederum an Curicque weitergab. Darin ist die Rede von der Wiedereroberung des Elsass durch die Franzosen und weiteren geschichtlichen Ereignissen, deren Verifizierung im Einzelnen zu wünschen übrig lässt.

Lit.: Curicque, J.-M.: Voix prophétiques ou signes, apparitions et prédictions modernes touchant les grands événements de la chrétienté au XIXe siècle. Paris: Palmé, 41972.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1