Antike Mysterien

Antike Mysterien (engl. ancient mysteries), religiöse Einweihungszeremonien in der Antike, an denen jemand nur nach einer Vorbereitungszeit, Prüfung und Ablegung eines Gelübdes teilnehmen durfte. Die ältesten heute bekannten Mysterien sind jene von > Eleusis. So zog alljährlich im September eine feierliche Prozession von Athen nach Eleusis, um dort für neun Tage die Wiederkehr der > Kore und die Vereinigung der beiden Göttinnen zu feiern. > Demeter war die Schutzgöttin der > Eleusinien wie auch der > Thesmophorien. Es gab viele Mysterienkulte in der griech.-römischen Antike. Der Weg zur Teilnahme an den Mysterien führte über die Einweihung, die von Sünden reinigen und einst ein glückliches Dasein im Jenseits bewirken sollte. Die Eingeweihten konnten die Göttin selbst schauen, doch mussten sie darüber schweigen.

Lit.: Henne am Rhyn, Otto: Das Buch der Mysterien. Leipzig, 1890; Hunger, Herbert: Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Wien: Verlag Brüder Hollinek, 81988; Miers, Horst E.: Lexikon des Geheimwissens. München: Goldmann, 1993; Kloft, H.: Mysterienkulte der Antike: Götter – Priester – Rituale. München: Beck, 1999.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1