> Anna Perenna - Lexikon der Paranormologie - IGW-Resch
LEXIKON DER PARANORMOLOGIE                                                  Index   A - Z
Band 1

Anna Perenna

Anna Perenna. Römische Gottheit, vielleicht etruskischer Herkunft. Einer Legende zufolge war sie die Schwester Didos, nach deren Tod sie zu Aeneas flüchtete, der damals in Latium lebte. Die Gattin des Aeneas, Lavinia, verfolgte sie aus Eifersucht. Sie musste fliehen und wurde in eine Nymphe verwandelt. Nach einer anderen Version verkaufte sie zur Zeit des römischen Ständekampfes zwischen Patriziern und Plebejern nach Ausweisung der Plebs auf den Heiligen Berg in Gestalt einer alten Frau den ausgewiesenen Plebejern Tag für Tag selbstgebackenen Kuchen, um sie vor einer Hungersnot zu bewahren. Zur Erinnerung an diese segensreiche Tätigkeit feierte man in Rom alljährlich am 15. März ein Volksfest im Grünen.

Lit.: Otto, W. F.: Anna Perenna, In: Wiener Studien 35 (1912), 322–331; Hunger, Herbert: Lexikon der griechischen und römischen Mythologie: mit Hinweisen auf das Fortwirken antiker Stoffe und Motive in der bildenden Kunst, Literatur und Musik des Abendlandes bis zur Gegenwart. 8., erw. Aufl. Wien: Verlag Brüder Hollinek, 1988.

 

Band 1


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Resch, Andreas: Lexikon der Paranormologie Band 1: A – Azurit-Malachit.
Innsbruck: Resch, 2007, XII, 580 S., ISBN 978-3-85382-081-0, Ln, EUR 38.30 [D], 39.90 [A]

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��Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch (Redemptorist)                                 
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