Animalische Elektrizität

Animalische Elektrizität. Von Luigi Galvani (1737–1798) 1791 geprägte Bezeichnung zur Erklärung der Ergebnisse seiner Froschschenkelexperimente. Bereits 1770 stellte man fest, dass der seit der römischen Antike bekannte Schock, den Torpedofische und andere Fische verursachten, auf elektrischen Entladungen beruhte. Als Galvani dann 1791 in dem berühmten Buch De viribus electricitatis seine Ansicht veröffentlichte, dass dem Tier selbst eine eigene organische Elektrizität innewohne, und zwar eine positive wie eine negative, brach unter Physikern, Physiologien und Ärzten eine wahre Flut von Experimenten mit Fröschen unter Verwendung unterschiedlicher Metalle los. Dabei wurde Alessandro Volta (1745–1827), Physikprofessor in Pavia, zum größten Gegner, indem er nach der Erfindung der voltaischen Batterie die Kontraktionen, bei denen Metalle im Spiel waren, auf die Stimulation von Muskeln oder Nerven auf schwache elektrische Ströme zurückführte. Galvani antwortete mit Experimenten ohne Metalle, in denen er das Vorhandensein der > Bioelektrizität endgültig nachweisen konnte.

Lit.: Galvani, Luigi: De viribus electricitatis in motu musculari: Commentarius. Bononiae, 1791; Galvani, Luigi: Abhandlung über die Kräfte der Electricität bei der Muskelbewegung: (Comm. Bonon. Sc. et Art. Inst. et Acad. T. 7); (1791). Thun [u. a.]: Deutsch, 1996; Bischof, Marco: Tachyonen – Orgonenergie – Skalarwellen: feinstoffliche Felder zwischen Mythos und Wissenschaft. Aarau, CH: AT Verlag, 2002.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1