Angrboda

Angrboda (Angurboda) bezeichnet in der nordischen Mythologie und in der > Edda eine dämonische Riesin. Sie ist die Frau von > Loki, dem sie drei Ungeheuer gebiert: den Riesenwolf > Fenrir, die Schlange von > Midgard, > Jörmungard, und die Totengöttin > Hel. Die Götter nehmen Angrboda die unheilbringenden Kinder weg und verbannen diese.
Später gebiert Angrboda die Kinder von Fenrir, > Hati und > Skoll, sowie > Gerda, > Manigarm und den Riesen > Beli.
Im nordischen Pantheon zeigt Angrboda Aspekte einer Muttergottheit. Ihr Name bedeutet „Sorgenbringerin“, „Die Kummer Bereitende“ oder die „Unheilbringerin“.

Lit.: Motz, L.: Giantesses and their Names. In: Frühmittelalterliche Studien; 15. Berlin: de Gruyter, 1981, S. 495–511; Die Edda: Götterdichtung, Spruchweisheiten und Heldengesänge der Germanen / Hg. Felix Genzmer. München: Hugendubel, 2004.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1