Anges, Jeanne des

Anges, Jeanne des (Johanna von den Engeln), bürg. Name: Madame de Becher, war als Oberin des Ursulinenklosters von Loudun im Mittelfrankreich die Hauptfigur der Besessenheitsepidemie von 1632/33, die den Pfarrer Urbain > Grandier das Leben auf dem Scheiterhaufen kostete. 1642 schrieb sie im Auftrag der Generaloberin der Ursulinerinnen eine Autobiografie, die mit dem Anfang der Besessenheitsepidemie beginnt und bis zum Jahr 1642 reicht.
1884 wurde das Manuskript von den Schülern Jean Martin Charcots, Georges Gilles de la Tourette und Gabriel Legue, in der Stadtbibliothek von Tours entdeckt und von Gabriel Legue herausgegeben.

Lit.: Sœur Jeanne des Anges: Supérieure di couvent des Ursulines de Loudun (XVIIe Siècle); autobiographie d’une hystérique possédée. Publ. par Gabriel Legue. Paris: Arpentier, 1886.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1