Andromeda

Andromeda (griech.). 1. In der griechischen Mythologie Tochter des Kepheus und der Kassiopeia, die wegen eines Frevels ihrer Mutter an der äthiopischen Küste, an einen Felsen geschmiedet, einem Seeungeheuer geopfert werden sollte, doch > Perseus befreite und heiratete sie. Nach ihrem Tod wurde A. zu einem Sternbild.
2. Sternbild am Nordhimmel, in dem bei optimalen Sichtbedingungen auch mit bloßem Auge unsere Nachbargalaxie, der Andromeda-Nebel, als verwaschener Fleck auszumachen ist.
3. Moorpflanze, zu den Ericazeen gehörend.
4. Neulateinisches Schuldrama von Caspar Brülow, das 1613 in Straßburg uraufgeführt wurde.

Lit.: Brülovius, Casparus: Andromeda. Ein schöne und Lehrhaffte Tragoedia fürnamlich auß dem Poeten Ovidio genommen: darinn vorgebildet / wie aller Frevel / Gottlosigkeit und Hoffart gestraffet wird / Erst namlich in Lateinischer Sprach gedichtet von den Ehrenhafften und Wolgelehrten ... M. Casparo Brulovio ... ungefahr in unser Muttersprach versetzt durch M. Isaac Fröreisen von Straßburg. Straßburg, 1612; Fricke, Walter: Die Intensitäts- und Farbverteilung im Andromeda-Nebel. Hamburg-Bergedorf, 1954.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1