Andreaskreuz

Andreaskreuz (lat. crux decussata), Kreuz aus zwei schräggestellten Balken (X), an dem der Apostel > Andreas den Märtyrertod erlitten haben soll. Ein solches Kreuz war schon früher, etwa bei den Römern, als Weg- und Grenzkreuz im Gebrauch. Im Volksglauben wird es zum Aufspüren von Dieben, als Schutzmittel gegen Blitze und zur Abwendung von Unheil verwendet.

Lit.: Zöckler, Otto: Das Kreuz Christi: religionshistorische und kirchlich-archäologische Untersuchungen; zugleich ein Beitrag zur Philosophie der Geschichte. Gütersloh: Bertelsmann, 1875; Wierus, Ioannes: De praestigiis demonum. Amsterdam: Bonset, 1967 (dt.: Wier, Johannes: Von Teuffelsgespenst, Zauberern und Gifftbereytern, Schwarzkünstlern, Hexen und Unholden, darzu irer Straff, auch von den Bezauberten und wie ihnen zu helffen sey. Unveränd. Nachdr. [der Ausg.] Franckfurt am Mayn, Basseum, 1586. Darmstadt: Bläschke, 1969.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1