Andacollo

Andacollo. Marienwallfahrtsort in Mittelchile. Im 16. Jh. soll dort der Indio-Bevölkerung die Muttergottes erschienen sein. Das Bild, das Maria mit dem Jesuskind und einer Blume in der Hand zeigt, wird seit Jahrhunderten von religiösen Bruderschaften, den sogenannten Chinos, verehrt. Jeweils am 26. Dezember erreicht die Verehrung mit kultischen Tänzen indianischen Ursprungs und spanischen Liedern ihren Höhepunkt. Weder kirchliche noch weltliche Eingriffe vermochten das karnevalartige Treiben zur Weihnachtszeit zu beeinflussen.

Lit.: Ramirez, J. R.: La Virgen de Andacollo. La Serena, 1873; Uribe, J.: La Virchen de Andacollo y el Niño de Dios de Sotaquí. Santiago, 1974.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1