Anatman

Anatman (sanskr. anatman, öfter nairatmya, Pali: anatta, Nicht-Selbst), Nicht-Wesenhaftigkeit als eines der drei Merkmale alles Seienden (> Trilakshana). Die A.-Lehre ist eine der zentralen Lehren des Buddhismus. Sie besagt, dass kein Selbst (> atman) im Sinne einer unvergänglichen, unabhängigen Substanz oder Seele innerhalb eines individuell Seienden existiert. Dies bedeutet die Leugnung jeder Vorstellung eines „Selbst“ oder „Ego“. Denn das Ich im buddhistischen Sinn ist nichts als eine aus den fünf Daseinsgruppen (> Skandha) zusammengesetzte, vergängliche empirische Persönlichkeit.

Lit.: Fischer-Schreiber u. a. (Hg.): Lexikon der östlichen Weisheitslehren: Buddhismus, Hinduismus, Taoismus, Zen. Bern; München; Wien: Scherz, 1986; Resch, Andreas: Fortleben. Innsbruck: Resch, 2004, S. 87–92.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1