Ananke

Ananke (gr., Notwendigkeit), Schicksalsgöttin bei den alten Griechen. Bei Platon Mutter der > Moiren. Nach der Lehre der > Orphiker durchmisst sie, die selbst unkörperlich ist, die ganze Welt. Dargestellt wird sie als Weltenlenkerin mit der Spindel.
Nach philosophischem Verständnis ist A. eine kosmologische Vorstellung eines inneren notwendigen Zusammenhangs der Welt.

Lit.: Schreckenberg, Heinz: Ananke: Untersuchungen zur Geschichte des Wortgebrauchs. München: Beck, 1964; Cixous, Hélène: Anankè. Paris: Des Femmes, 1979; Escobar Moncada, Jairo: Chora und Chronos: Logos und Ananke in der Elemententheorie von Platons „Timaios“. Wuppertal: Deimling, 1995.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1