Ananda

Ananda (sanskr., Wonne). 1. Freude und Glückseligkeit, die keinen materiellen Bedingungen unterliegt. Sie wird nur im > Samadhi erfahren und ist dem göttlichen Bewusstsein gleichzusetzen. 2. Ferner ist A. der Name des bedeutendsten Schülers des historischen > Buddha. Er ist einer der „Zehn Großen Jünger des Buddha“, war ein Vetter desselben und trat dem buddhistischen Orden zwei Jahre nach dessen Gründung bei. Bedeutend für die Geschichte des Buddhismus wurde er, als er im 20. Jahr der Lehrtätigkeit des Buddha zu dessen persönlichen Diener avancierte. Dank seines überragenden Gedächtnisses vermochte er die Lehrreden Buddhas festzuhalten. Seine Darlegung derselben bildete die Grundlage für die Kodifizierung des > Sutra-Pitaka beim 1. Konzil. A. war es auch der das Mordkomplott des > Devadatta gegen den Buddha vereitelte. Auf seine Intervention hin bewilligte Buddha die Gründung des Nonnen-Ordens.

Lit.: Fischer-Schreiber, Ingrid u. a. (Hg.): Lexikon der östlichen Weisheitslehren: Buddhismus, Hinduismus, Taoismus, Zen. Bern u. a.: Scherz, 1986; Encyclopedia of Buddhism / Robert E. Buswell, Jr., editor in chief. New York u. a.: Macmillan Reference USA, Thomson Gale, 2004.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1