Amor, hl.

Amor (geb. im 7. Jh. in Schottland oder Frankreich, gest. wahrscheinlich um 777 in Amorbach), heilig (Fest: 17. August), angeblich ein Schüler Pirmins. Stifter des Klosters Amorbach am Main und Patron der Kirche zu Amorsbrunn. Aus dem Brunnen der dem Heiligen geweihten Kapelle bei Amorbach pflegten unfruchtbare Frauen zu trinken, um Kindersegen zu erlangen. Elisabeth, die Gemahlin Karls VI., und deren Tochter Maria Theresia sollen sich des Wassers mit Erfolg bedient haben.

Lit.: Künstle, Karl: Ikonographie der Heiligen; mit 284 Bildern. Freiburg i. Br.: Herder, 1926; Lammert, Gottfried: Volksmedizin und medizinischer Aberglaube in Bayern und den angrenzenden Bezirken: begründet auf die Geschichte der Medizin und Cultur. Neudr. d. Ausg. Würzburg 1869. Regensburg: Sonntag, 1981.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1