Amerbach, Bonifacius

Amerbach, Bonifacius (1495–1562), Sohn des Buchdruckers und Verlegers Johannes Amerbach, erhielt nach Studien im Ausland 1524 den Lehrstuhl für Jus an der Universität Basel und förderte sogleich die Herausgabe der nachgelassenen deutschen „Utopia“-Übersetzung seines Amtsvorgängers Claudius Catiuncula. Zu seinem Freundeskreis gehörten u. a. Erasmus von Rotterdam, der ihn zu seinem Erben einsetzte, der Künstler Hans Holbein der Jüngere, von dem das Holbeinsche Paracelsusporträt stammt, und insbesondere > Paracelsus selbst. Diese Freundschaft dauerte die ganze Baseler Zeit Hohenheims. Von seinem Bruder, Basilius Amerbach, der übrigens Schüler des Prof. Theophrast v. Hohenheim war, haben sich Nachschriften Paracelsischer Vorlesungen erhalten.

Lit.: Weimann, Karl-Heinz: Paracelsus und der Baseler Thomas-Morus Kreis. Salzburger Beiträge zur Paracelsusforschung. Salzburg: Selbstverlag der Internat. Paracelsusgesellschaft, 1961.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1