Amalthea

Amalthea (lat., griech. Amáltheia). In der griechischen Mythologie bezeichnet A. eine Nymphe, die den kleinen Zeus mit der Milch einer Ziege nährte. Nach einer anderen Version war A. selbst eine Ziege, die den kleinen Zeus mit ihrer Milch nährte und dafür als Stern (Capella = Ziege) an den Himmel versetzt wurde. Das abgebrochene Horn der A. wurde von Zeus zum unerschöpflichen, segenspendenden Füllhorn gemacht, das später Archelaos und dann Herakles erhielt. Als Symbol des Wohlstandes wurde es zum Attribut der Göttin > Eirene, der > Gaia, des > Plútos und der > Tyché.
Nach Lactantius war Amalthea auch der Name der > Sybille von Cumae, die eine Sammlung > Sybillinischer Orakel an Tarquinius Priscus, den fünften König von Rom, verkaufte.

Lit.: Pherekydes, fr. 42; Lactantius, Lucius Caecilius Firmianus: L. Caeli Firmiani Lactanti Epitome divinarum institutionum / ed. Eberhard Heck et Antonie Wlosok. Stutgardiae; Lipsiae: Teubner, 1994, 1, 6, 10-11.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1