Altes Testament

Altes Testament (AT). Der Begriff „Altes Testament“ bezeichnet den ersten Teil der zweigeteilten christlichen Bibel. Das AT wird von Juden und Christen als Offenbarungsurkunde betrachtet und besteht aus Büchern von Verfassern verschiedener Jahrhunderte, durch die das Volk Israel seinen Glauben an die Heilstaten und Verheißungen Gottes bekennt. Es sind dies folgende Bücher: Genesis, Exodus, Leviticus, Numeri, Deuteronomium, Josua, Richter, Rut, 1 Samuel, 2 Samuel, 1 Könige, 2 Könige, 1 Chronik, 2 Chronik, Esra, Nehemia, Tobit, Judit, Ester. 1 Makkabäer, 2 Makkabäer, Ijob, Psalmen, Sprichwörter, Kohelet, Hohelied, Weisheit, Jesus Sirach, Jesaja, Jeremia, Klagelieder, Baruch, Ezechiel, Daniel Hosea, Joël, Amos, Obadja, Jona, Micha, Nahum, Habakuk, Zefania, Haggai, Sacharja, Maleachi. In diesen Büchern finden sich Berichte und Aussagen zu fast sämtlichen Begriffen der Paranormologie, von denen hier nur einige genannt seien: Apokalyptik Jes. 24,1-27,13, Auferstehung 2 Kön 4,32-37; 13, 21; 2 Makk 7,9, 23; Ps 73,23-26; Baum der Erkenntnis Gen 2,9.17; Dämonen Tob 6, 15-17; Entrückung Gen 4, 26; 5, 6f.9-11; 2 Kön 2, 1-18; Fluch Lev 5, 1; Ps 109, 1-31; Heilung Num 12, 13; Kön 20,5-11; Heuschreckenplage Ex 10,4-19; Neumond 1 Sam 2,5; Offenbarung Gen 12,1-3; 28,12-15; Ex 3,4-6; 2 Sam 7,5-17; Prophet Gen 20,7; Dtn 18,15-22; 1 Sam 19, 9-12; Jer 27, 14-18; Ez 13, 1-23; Sintflut Gen 6,5-9,29; Totenerweckung 1 Kön 17,17-24; 2 Kön 4, 32-37; Traum Gen 28, 12f; 37,5-11; 40,1-41,36: Dtn 13, 2-6; 1 Kön 3, 5-15; Dan 2, 1-49; 3,98-4,34; Tummin Ex 28,30; Unsterblichkeit Dtn 32, 40; Weish 1,15; Unterwelt Ijob 10,21f; 26,5f; Urim Ex 28,30; Lev 8,8; Vision Gen 15,1-21; Jes 6,1-13; Jer 1,4-19; Ez 1,1-3,27; 8,1 - 11,25; 37,1-14; 40,1-48,35; Dan 7,1-8,27; 10,1-21; Sach 1,1– 8,23; Wahrsagerei Gen 44,5; Ex 4,4, Lev 3, 4; 19,19.26; Weisheit Sir 24,30-34; 37,19-26; Wunder Ex 3, 20; 1 Kön 17,1 - 19,18; 2 Kön 1,3-25; Zahlensymbolik Ex 12,27; Zeichen Gen 9,12-17; Jes 7, 11-14. Die Exegese hat sich paranormologisch mit diesen Fragen noch kaum befasst. Die erste Arbeit auf diesem Gebiet war die Dissertation von Andreas Resch über den Traum im Alten Testament von 1963.

Lit.: Keller, Werner: Und die Bibel hat doch recht: Forscher beweisen die historische Wahrheit. Reinbek b. Hamburg: Rowohlt, 1964; Resch, Andreas: Der Traum im Heilsplan Gottes: Deutung und Bedeutung des Traums im Alten Testament. Freiburg: Herder, 1964; Dictionary of Deities and Demons in the Bible (DDD) / Karel van der Toorn; Becking, Bob; Horst, Pieter W. van der [Hrsg.]; Second extensively revised edition. Leiden, 1999.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1