Allotriogeusie

Allotriogeusie (griech. allotrios, fremd, und geusis , Geschmack), Geschmackstäuschung, Geschmackshalluzination (> Halluzination). A. kann durch Hypnose, durch Fremd- und Autosuggestion hervorgerufen werden, spontan in veränderten Bewusstseinszuständen bei Visionen und Ekstasen, aber auch bei gesellschaftlichen Vorgaben, bei Angst- und pathologischen Reaktionen auftreten und dabei zuweilen zu situationsgebundenen wie dauerhaften Geschmacksstörungen führen.

Lit.: Brillat-Savarin, Jean Anthelme: Physiologie des Geschmacks oder physiologische Anleitung zum Studium der Tafelgenüsse. Reprod. d. Ausg. Braunschweig 1865. Leipzig: Koehler & Amelang, 1983; Medizinische Olfaktologie und Gustologie / hrsg. von Rüdiger Fikentscher. Halle / Saale: Universität: Wissenschaftliche Beiträge, 1988.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1