Allier, Elisabeth

Allier, Elisabeth (*1602), französische Nonne, die im Mittelpunkt eines der berüchtigtsten Fälle angeblicher dämonischer Besessenheit von Nonnen und Novizinnen stand, von dem im 17. Jh. in ganz Frankreich die Rede war. Nach dem Dominikaner François Farconnet aus Grenoble, der über diesen Fall einen Wahren Bericht schrieb, war A. bereits im Alter von sieben Jahren besessen. Als Farconnet etwa 20 Jahre später einen ersten Versuch der Teufelaustreibung unternahm, hörte er, wie in ihrem Körper heisere Stimmen zu ihm sprachen, ohne dass A. den Mund bewegte, und bei weiteren erfolglosen Versuchen wand sie sich unter starken Anfällen und Krämpfen. Schließlich soll ihre Zunge mehr als vier Finger aus dem Mund geragt haben, ehe die Dämonen ausfuhren.

Lit.: David Pickering: Lexikon der Magie und Hexerei. Augsburg: Weltbild, 1999.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1