Alkyone

Alkyone (griech.), Gestalt der griechischen Mythologie, derzufolge sich Alkyone, Tochter des Aiolos und der Enarete (Apollod. 1, 7, 3f.), und ihr Gatte, König Keyx, für so glücklich hielten, dass sie sich Hera und Zeus nannten, weshalb Alkyone zur Strafe in einen Eisvogel und Keyx in einen Tauchervogel verwandelt wurde. Um die Eier des Eisvogels während der Brutzeit zu schützen, ließ Zeus eine 14-tägige Windstille eintreten, die als „Alkyonische Tage“ eine unbeschwerte, glückliche Ruhe bezeichnen (Ovid, Metamorphosen 11.410-750).
Alkyone ist auch die Bezeichnung einer Nymphe der > Plejaden und weiterer mythologischer Gestalten.

Lit.: Die griechische Sagenwelt: Apollodors mythologische Bibliothek / [aus dem Griech. von Christian Gottlob Moser und Dorothea Vollbach]. Köln: Parkland-Verl., 1997; Ovidius Naso, Publius: Metamorphosen. Hrsg. und übers. von Gerhard Fink. Düsseldorf; Zürich: Artemis und Winkler, 2004.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1