Algenie

Algenie (engl. algeny), vom Nobelpreisträger Joshua Lederberg (*1925) verwendeter Begriff zur metaphorischen Bezeichnung der Ziele und Aufgaben der neuen Epoche der Biotechnologie. Zum Zeitpunkt seiner Einführung 1983 war Algenie ein Kunstwort, das Alchemie und Genetik in Zusammenhang brachte. Der Begriff wurde von dem US-Umweltaktivisten Jeremy Rifkin in seinem Buch Algeny (1984) als das „Verbessern von existierenden und den Entwurf neuer Organismen mit dem Ziel, ihre Leistung zu vervollkommnen“ neu definiert. Der New Age-Denker Rifkin will dass die Arten, die sich in einem Evolutionsprozess entwickelt haben, als Einheiten bestehen bleiben und tritt daher für die Abschaffung der Gentechnik und das Verbot des Klonens ein. So verbindet Rifkin mit dem Begriff Algenie die Vorstellung der modernen „Algenisten“, durch Genmanipulation den perfekten Organismus herzustellen. Darin liege eine der größten Gefahren und Verirrungen auf dem Weg in eine humanere Zukunft.

Lit.: Rifikin, Jeremy: Algeny. New York: Viking, 1983; ders: Algeny. New York: Penguin Books, 1984; dt.: Rifkin, Jeremy: Genesis zwei: Biotechnik - Schöpfung nach Maß. In Zusammenarbeit mit Nicanor Perlas. Dt. von Hainer Kober. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt, 1986.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1