Alfons de Navarrete

Alfons de Navarrete, selig (7. Juli 1867, Fest: 6. Nov.), Dominikaner, geb. 21.9.1571 zu Logroño, Spanien, Tod durch Enthauptung auf der japanischen Insel Takushima am 1.6.1617. Beim Kanonisationsverfahren gab Kapitän Balthassar Martinez de Figueredo folgende Begebenheit zu Protokoll (Summarium additionale S. 1 in der Positio super martyrio, Rom 1690):
P. de Navarrete befand sich am Fronleichnamstag, den 15.5.1617, im Haus des Zeugen, der damals in Nagasaki wohnte. Dieser ging am frühen Morgen in das Zimmer des Paters, den er sitzend vorfand; mit der rechten Hand stützte er das Kinn ab, seine Augen waren auf das im Zimmer befindliche Marienbild gerichtet. Sein Angesicht glühte wie Feuer und strahlte einen solchen Glanz aus, dass sich der Kapitän fürchtete. Kalter Schweiß überkam ihn, weil er dachte, dass die Gnade Gottes den Pater erfülle, weshalb er ihn nicht anzusprechen wagte, sich zurückzog, bis sich der Pater erhob und mit ihm zu reden begann. Der Kapitän sagte zu ihm: „Sie waren so schön, dass ich nicht den Mut hatte, Sie anzusprechen“, worauf der Pater lächelte. Dieses Erlebnis des Kapitäns bestätigten zwei Zeugen, die es aus dessen Munde gehört hatten.

Lit.: Schamoni, Wilhelm:  Wunder sind Tatsachen. M. e. Geleitw. v. Kard. Dr. Lorenz Jaeger. Würzburg; Stein am Rhein; Linz: Johann Wilhelm Naumann; Christiana; Veritas, 31976. S. 236-237.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1