Akkord des Teufels

Akkord des Teufels, Tritonus (griech.-lat., Dreiton), dissonanter Dreiklang, gebildet aus drei Tönen mit einer übermäßigen Quart, der von der Kirche in der Musik verboten und als „Akkord des Teufels“ bezeichnet wurde. Als einer der Ersten dürfte Claudio Monteverdi (1567–1643) den A. als Ausdrucksmittel für eine düstere Atmosphäre in seiner Oper „Orfeo“ verwendet haben, gilt Monteverdi doch als „Vater der Dissonanz“. Seither gehört der A. zum Klangrepertoire von Kompositionen, die das Dunkel charakterisieren. So spielt er heute vornehmlich bei den > Black Metal Bands eine besondere Rolle. Der A. ist vom > Teufelstriller zu unterscheiden.

Lit.: Bauer, Wolfgang: Das Lexikon des Dunklen: Mythen – Kunst – Musik; von der Antike über die Romantik bis zur Gothic-Kultur. Uhlstädt-Kirchhasel: Arun, 2006.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1