Akashagarbha

Akashagarbha („dessen Ursprung der Äther ist“). Im indischen Buddhismus ein > Bodhisattva mit dem Charakter einer Himmelsgottheit. In der rechten Hand hält er einen weißen Lotus mit einer kleinen Sonnenscheibe, deren Licht den Äther (> Akasha) durchdringt. So wird er auch Khagarbha, „dessen Schoß der Himmel ist“, genannt. Stehend dargestellt, trägt er in der linken Hand ein wegen Transparenz unsichtbares Zauberjuwel, das alle Wünsche erfüllt. In den Tibetischen Totenbüchern ist er unter dem Namen Nam-mkhai snying-po von gelber Farbe und trägt Schwert und Glocke. In Japan heißt er > Kokuzo und gilt als Personifikation des höchsten Wissens um die absolute Leere.

Lit.: Visser, Marinus Willem de: The Bodhisattva Akasa garbha (Kokuzo) in China and Japan. Amsterdam: Koninklijke Akademie van Wetenschappen, 1931.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1