Ailuromantie

Ailuromantie (griech. ailuros, Katze, mantike, Wahrsagung), > Wahrsagen durch Katzen. Die > Katze hat sich bis heute den Nimbus des Undurchschaubaren und der Schläue bewahrt. In > Ägypten wurde sie sogar als heilig verehrt. Es ist daher nicht verwunderlich, dass man das Geheimnis der Katze mit dem Geheimnis der eigenen Zukunft zu verbinden sucht.
So ist der Glaube weit verbreitet, dass eine schwarze Katze, die einem über den Weg läuft, ein schlechtes > Omen sei, wenngleich dies z. B. in Großbritannien als gutes Zeichen gewertet wird. Der Besitz einer schwarzen Katze bringe hingegen Glück. Putzt sich die Katze nach der Wäsche hinter dem Ohr, bedeutet dies Regen. Putzt sie sich im Vorraum, sei Besuch zu erwarten. Folgt einem eine unbekannte Katze völlig frei, so soll das einen großen Schatz ankündigen. Das Töten oder Misshandeln einer Katze bringe Unglück.

Lit.: Großes arabisch-ägyptisches Traumbuch. Neuaufl. Wien: Gustav Swoboda & Bruder, 1962; Le Normand, Isabelle: Zigeunerinnen-Traumbuch. Wuppertal-Küllenhahn: Engelbert Pfriem, o. J.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1