Aiakós

Aiakós. Sohn des > Zeus und der Aigina, Vater des Peleus, des Telamon und des Phokos. A. galt als sehr fromm und gerecht, und so wurde er nach seinem Tod zum Richter in der Unterwelt, wo außer ihm noch > Minos und > Rhadamanthys mit diesem Amt beauftragt waren, wie > Platon (Apol. 41A; Isokr. 9,14f.) und andere berichten. Mit der Idee eines Richters in der Unterwelt klingt der Glaube an eine über den Tod hinausführende Gerechtigkeit an. Vermutlich war Platon, der die drei Totenrichter zuerst mit Namen nennt, von der > Orphik beeinflusst. 1848 widmete Johann Strauß Vater „den Hörern der Rechte an der Hochschule zu Wien“ den Aeaciden-Walzer.

Lit.: Hunger, Herbert: Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Wien: Verlag Brüder Hollinek, 81988.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1