Aglaophotis

Aglaophotis (griech., „die herrlich Leuchtende“). Eine Zauberpflanze, die nach > Plinius (23-79 n. Chr.) unter Berufung auf das verloren gegangene Buch Cheirokmeta, einer vielbändigen Enzyklopädie über Alchimie, von ihren Namen von > Demokrit aufgrund der Bewunderung ihrer besonderen Farbe erhalten habe und in den Marmorbrüchen Arabiens gedeihe, weshalb man sie auch „marmaritis“ (Marmorkraut) nennt; ihrer „bedienten sich die Magier, wenn sie die Götter herbeirufen wollten“ (Plinius, XXIV, 164), oder zur Beschwörung der Dämonen. A. wurde mehrfach auch als Pfingstrose (Paeonia) gedeutet, die nicht psychoaktiv ist. Auch Mandragora officinarum wurde in Erwägung gezogen. In der Botanik gilt der Terminus A. als überholt.

Lit.: C. Plinius Secundus, Gaius: Naturalis historia. Nachdr. Hildesheim u. a.: Olms, o. J.; Rätsch, Christian: Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen. Stuttgart; Aarau, CH: Wiss. Verl.-Ges.; AT Verlag, 1998, S. 604.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1