Agassiz, Alexander

Agassiz, Alexander (1835–1910). Der bekannte Zoologe A. hatte bei seiner Arbeit über die fossilen Fische Schwierigkeiten bei der Bestimmung eines Fisches aufgrund der schwachen Abdrücke in Schieferplatten, so dass er es schließlich aufgab und nicht mehr daran dachte. Dann erwachte er drei Nächte hintereinander und war plötzlich „überzeugt“, die Lösung gefunden zu haben, denn jedes Mal erschien ihm der Fisch vollständig hergestellt mit allen Teilen, die auf den Abdrücken nicht zu sehen waren. In den beiden ersten Nächten verschwand der Traum zu schnell, um festgehalten zu werden. In der dritten Nacht sah er den Fisch aber so deutlich, dass er ihn auf dem bereitgelegten Papier im Dunkeln aufzeichnen konnte. Am Morgen fand er auf seiner Skizze Spuren, die auf der Platte nicht sichtbar waren. Nach längerer Arbeit mit Nadel und Hammer stellte sich die Traumvision als richtig heraus. Diese Form der Traumarbeit fußt mehr auf einem inneren, unterschwelligen Denkprozess als auf einem paranormalen Erkenntnisgewinn und gehört somit in den Bereich der kreativen Träume.

Lit.: Flournoy, Theodor: Esprits et mediums. Mélange de métaphysique et de Psychologie. Paris: Fischbacher, 1911, S. 327/28.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1