Afro-brasilianische Kulte

Afro-brasilianische Kulte. Religiöse afrikanische Traditionen in verschiedenen Ländern, vor allem Brasilien, die stark mit Elementen des Volkskatholizismus der Kolonialzeit vermischt sind. Den geschichtlichen Ausgang bildeten die Bruderschaften der Katholischen Kirche der Kolonialzeit, die es den Negersklaven gestatteten, ihre Kulte zu praktizieren und afrikanische Gottheiten unter dem Namen katholischer Heiliger zu verehren. Die bekanntesten Formen sind der > Voodoo, der > Candomblé und die > Macumba in ihren verschiedenen Ausprägungen. So nahmen besonders seit 1945 viele Macumba-Kulte spiritistische Elemente auf, die dann als > Umbanda bekannt und äußerst populär wurden.

Lit.: CELAM (Dp. De Misiones): Los grupos afroamericanos: fuentes documentales y bibliograficas. Bogotá, 1985.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1