Adepten-Hierarchie

Adepten-Hierarchie. Viele magische und okkulte Gemeinschaften kennen eine Hierarchie der Mitglieder wie auch der spirituellen Meister. So sind in der > Theosophie mit „Eingeweihten“ meist körperlose Lamas oder tibetische Priester gemeint, die in esoterischen Lehren bewandert sind. Okkultisten der westlichen Magie, speziell S. L. > MacGregor Mathers und Aleister > Crowley, geben an, in Kontakt zu „Meistern“ oder geheimen Oberhäuptern gestanden zu haben. Auf eine A.-H. wird jedenfalls immer dann zurückgegriffen, wenn bestimmte esoterische oder magische Lehren Anhängern nur über die „Absegnung“ durch eine „höhere Instanz“ zugänglich gemacht werden, meist verbunden mit Organisationstreue und zuweilen auch mit Verschwiegenheit. Neben dieser > Adeptschaft, dem Streben nach höchster Erkenntnis der Naturgesetze und -kräfte höherer Wesen und selbst der Gottheiten, gibt es die Adeptschaft nach höchster Vervollkommnung anhand eines Vorbildes, wie z. B. des Symbols vom > Allmächtigen Baumeister aller Welten in der > Freimaurerei, ohne magische Anleihe rein in Form der Bewusstseinserweiterung, zuweilen auch verbunden mit ritueller Einweihung ohne Transzendenzbezug.

Lit.: Blavatsky, H. P.: Die Geheimlehre. Den Haag: J. J. Couveur, o. J., Bd. 3, S. 24; Bd. 1. u. 2; Drury, Nevill: Lexikon esoterischen Wissens. Erika Ifang [Übers.]. München: Droemersche Verlagsanst. Th. Knaur Nachf., 1988.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1