Adelheid von Vilich

Adelheid von Vilich († um 1015), hl. (Fest: 5. Febr.). A. war 1. Äbtissin des Kanonissenstiftes Vilich bei Bonn. Auf Drängen des Kaisers wurde sie auch Äbtissin von St. Maria im Kapitol zu Köln. Sie wurde in Vilich beigesetzt; Reliquien finden sich auch im benachbarten Pützchen. A. war Beraterin des Erzbischofs von Köln und eine außergewöhnliche Frau. So wird von ihr berichtet, was ohne Gegenstück ist, dass sie den Schwestern im Kloster Vilich, die beim Singen nicht den richtigen Ton fanden, durch einen Schlag für alle Zeit ihres Lebens eine helle, reine Stimme verliehen haben soll. Zudem habe sie durch Schelten kranke Nonnen geheilt.

Lit.: Bächtold-Stäubli, Hanns (Hg): Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens. 1. Bd. Berlin: W. de Gruyter, 1987, S. 169-170.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1