Adelgunde

Adelgunde (um 624/639-684/712), hl. (Fest 30 Jan.). 1. Äbtissin von Maubeuge an der Sambre, Nordfrankr., wo sie in der Adelgundkirche begraben ist. Ihre älteste Biografie (Ende 8./1. Hälfte 9. Jh.) überliefert zahlreiche Visionen und paranormale Ereignisse. Weitere Nachrichten über Wunder und gesteigerte Verehrung knüpfen sich an die Öffnung des Grabes von 1161 und 1439, da von ihrem Leichnam ein überaus angenehmer Geruch ausging. A. ist Schutzpatronin gegen Krebs, Augenleiden und Kinderkrankheiten.

Lit.: Dierkens, Alain: Abbayes et chapitres entre Sambre et Meuse (VIIe – Xie siècles). Sigmaringen: Thorbecke, 1985, S. 97 f., 291, 294.

 

   © Prof. Dr. Dr. P. Andreas Resch                          
Lexikon der Paranormologie, Bd. 1